Berufsverbot

Emil Stumpps Porträt von Adolf Hitler
im Dortmunder Generalanzeiger
vom 20.04. 1933 (Hitlers Geburtstag)
nahmen die Nazis zum Vorwand,
Emil Stumpp Berufsverbot auszusprechen
und die unbequeme Zeitung gleichzuschalten.

Stumpp hatte noch einen Zusatztext beigefügt, in dem stand:
"(...) Hohe Protektion verschaffte mir die Gelegenheit, den Reichskanzler beim SA-Appell am Samstag, 8. April zu zeichnen.
Das Bild fand die Anerkennung seiner Umgebung. In diesem Falle lege ich Wert darauf, das zu betonen, weil er auf meinem Bilde etwas anders aussieht, als auf den (...) Photos.(...) Entscheidend ist aber, daß Hitler beim Reden immer anders aussieht, als im gewöhnlichen Leben. Ich habe noch kaum einen Menschen getroffen, bei dem dieser Unterschied so kraß hervorträte.(...)"

 

Aber dies nutzte nicht mehr. Stumpps Darstellung hatte Hitler demaskiert. Die Ausgabe des Generalanzeigers vom 20.4. wurde komplett beschlagnahmt, das Druckhaus von SA besetzt und der Chefredakteur verhaftet. Emil Stumpp erhielt Berufsverbot.

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Titelseite des Dortmunder Generalanzeigers vom 20.04.1933